Der Unterschied zwischen den Beiden?
Nun, Ziele sollten die Etappen zu unserer Vision sein. Aber wie uns das Leben oft so mitspielt - was tun wir, wenn die Umstände mal nicht danach sind? Wir beginnen unsere Ziele an die Umstände anzupassen und entfernen uns immer mehr von unserer ursprünglichen Vision, sodass sie immer unerreichbarer für uns wird und letztlich als Traum mit einem Seufzer auf der Strecke bleibt.
Geht nicht anders?
Im Leben ist eben doch nicht alles möglich?
Da bin ich skeptisch.
Alles eine Frage des Willens.
Vielleicht kennen einige meiner Leser Evelyn Glennie? Sie ist einer der weltbesten Percussionistinnen https://www.youtube.com/user/DameEvelynGlennie
und wenn man sich die Videos ansieht, könnte man etwas Ungewöhnliches bemerken . . .
Ihre Vision war es, anderen zu zeigen, wie man Musik hören kann. Dazu wollte sie in Schottland Musik studieren. Aber man wies sie ab, denn sie hatte ein Gebrechen.
Schon aufgefallen?
Ja, genau, Evelyn ist taub!
Und als tauber Mensch kann man doch nicht Musik studieren! Wo es dabei doch auch um ein absolutes Gehör geht!
Aber Evelyn widerlegte diese Vorgabe. Sie zeigte immer wieder, dass sie sehr wohl Musik hören kann, sogar besser als so manche andere. Zwar nicht mit dem Ohr, aber mit der Haut! Und sie kämpfte bis in die oberste Instanz dafür – und gewann!
Sie passte ihre Vision und das damit verbundene Etappenziel nicht ihrer Umwelt an. Sie bewies der Umwelt, dass diese sich an sie anpassen kann.
Und so wurde sie zum Studium zugelassen.
Visionäre sehen, an was sie glauben. Skeptiker glauben erst, wenn sie sehen.
(David Tatuljan)
Die sogenannten „Vision-Boards“ der üblichen Seminare sind meist nur eine Zielesammlung. Eine Vision ist mehr. Sie ist unser Lebenszweck, unsere Lebens-Ausrichtung, unser Sinn des Ganzen.
Nicht umsonst gibt es schon seit Jahrtausenden die Vision-Quests, die Menschen mit der Schöpfung in Kontakt bringen, um ihre EIGENE Vision zu finden. Und im Laufe des Lebens kann es schon mal passieren, dass wir sie wieder verlieren, dass wir eine fremde Vision leben, oder gar keine.
Heute, nach 33 Jahren Berufserfahrung als selbstständige Unternehmerin, kann ich sagen, dass wir nur allzu oft ein Ziel für unsere Vision halten. Diese Ziele sind meist aus dem kleinen Ego heraus entstanden. Aber – dem Schicksal sei Dank – kommen dann die sogenannten Krisen. Und dann dürfen wir relativieren. Was ist denn nun also wirklich wichtig und wesentlich im Leben?
Und dann merken wir, dass es immer weniger um das „Was“ und immer mehr um das „Wie“ geht . . .
Wir alle schreiten durch die Gasse, aber einige wenige blicken zu den Sternen auf.
(Oscar Wilde)
Wir Menschen lieben es, allerlei Analysen machen zu lassen. Sei es Astrologie, Human Design, Numerologie etc.pp.
Darin erfahren wir, WIE wir die Welt wahrnehmen. Unser sogenanntes Weltbild. Und daraus als Spiegel: wie wir uns selbst wahrnehmen – unser Selbstbild.
In jungen Jahren zweifeln wir noch nicht an unserer Wahrnehmung und nehmen sie für wahr. Aber mit zunehmender Prägung und Verbiegung vertrauen wir uns selbst nicht mehr und suchen die Antworten im Außen.
Wenn es also, wie ich zur Zeit in den Coachings oft erlebe, kein klares Ziel gibt – dann rate ich, nicht krampfhaft eines zu konstruieren, sondern einfach mal zu entspannen.
Erinnern wir uns an unsere eigene Vision.
Was war es denn, das unser Leben mit Sinn und Freude gefüllt hat?
Visionen sind das Archiv der Zukunft.
(Thom Renzie)
Danach richten wir uns (wieder) aus – und halten Ausschau nach Chairos, dem Gott der Gelegenheiten . . .
Wie wir ihn erkennen?
Indem unser Herz höher schlägt!
Sein Auftauchen lässt uns das Leben spüren und Freude fühlen – und vielleicht werfen wir dann unseren bisherigen Plan über den Haufen ;-)
Auch ich plane derzeit meinen nächsten Lebensabschnitt.
Meine Vision? – Meine Weisheits-Forschungen einem immer breiteren Publikum zugänglich zu machen.
Meine Mission? – Mit(anderen)teilen!
Mein nächsten Ziel? - Einen Weg zu bereiten, wie ich das in Freiheit immer und überall tun kann. Dazu kommt im Herbst ein weiterer Newsletter! :)
Mit visionären Grüßen
Cornelia Scala-Hausmann

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